2010 - Armenien
Im armenischen Hochland, seine eigenen Wege gehen... Das Roverprojekt Explorer Belt 2010 lädt ein, den bisher verborgenen Osten auf einmalige und eindrückliche Weise zu entdecken.
Im Volksmunde heisst Armenien, „Land aus Stein“. Das gebirgige Hochland an der Schwelle von Europa zu Asien bietet einzigartige Landschaftspanoramen: zerklüftete, schneebedeckte, erloschene Vulkane, von tiefen Schluchten durchzogenen
Lava-Plateaus, ursprüngliche Wälder und fruchtbare Flusstäler.
Der Kaukasus bietet für den Explorer Belt optimale Voraussetzungen. Das Land blieb durch die politische Situation und die schlechte Verkehrslage vom Massentourismus grösstenteils verschont und konnte seinen wahren Charakter in einer faszinierenden Weise beibehalten. Zudem sind ausgiebige Trekkingtouren im Süden von Europa, generell wegen den hohen Temperaturen nur in höheren Lagen angenehm. Das Armenische Hochplateau, auf ca. 1000 m.ü.M. gelegen, erfüllt auch dieses Kriterium.
Die Kultur verbindet die orientalische Lebensphilosophie mit einer tiefen christlichen Prägung. Seit über eineinhalb Jahrtausenden ist das Christentum Staatsreligion; Armenien ist somit das älteste christliche Land der Erde. Es wird aber von gastfreundlichen und herzlichen Menschen berichtet, die trotz ihrer schicksalsschweren Geschichte zugänglich geblieben sind und
Gäste mit offenen Türen empfangen.
Die Vegetation gleicht in groben Zügen jener der Alpen, dennoch ist die Landschaft nur mit 10% Waldfläche versehen, woduch die Landzüge oft freie Wiesen, Strauch oder Steinebenen bescherrt.
Auf den Hochebenen trifft man zudem oft stachlige Pflanzen wie Disteln oder exophiles Gewächs. Der südliche, tiefer gelegene Teil von Armenien ist eher wüsten- oder steppenartig mit spärlichem Vegetationswuchs.
Die durch die steinartige Landschaft begünstigten Lebensräume ziehen hingegen eine für Europa eher ungewohnte Tierwelt an. Es gibt viele Reptilien, daru
nter die Felseidechse und Giftschlangen, unter den Spinnentieren zudem auch Skorpione. In feuchten Niederungen leben Wildschweine, Schakale, Rehe, Nerze, Möwen und Adler; in den Steppen im Gebirge vor allem Nagetiere; in den Wäldern auch Syrische Braunbären, Wildkatzen und Wölfe.
Unbekannte Länder wie Armenien klingen vielsprechend, bergen aber auch Gefahren, welche besonderer Beachtung bedürfen. Die politische Lage scheint momentan stabil, bleibt aber vor allem in den zu meidenden Grenzgebieten weiterhin ein wichtiger Punkt. Die Gebiete sind wegen der durch Armenien verlaufende Kontaktzone der Eurasisc
hen- und Arabischen Platte erdbebengefährdet. Besondere Aufmerksamkeit dürfte auch den uns ungewohnten Gifttieren zukommen. Bären und Wölfen hingegen sagt man eine hohe Menschenscheu nach welche sich in den vergangenen Explorer Belts auch bewiesen hat. Die Versorgung mit ausreichend Wasser könnte zudem in einigen Regionen ebenfalls grössere Aufmerksamkeit erfordern.










