Die PTA stellt sich vor
In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Pfadigruppen, welche Programm für Kinder und Jugendliche mit Behinderung durchführen. Die PTA (Pfadi Trotz Allem) hat in der Schweiz eine lange Tradition, wurde doch die erste Behindertengruppe der Pfadibewegung bereits 1924 im Sanatorium Leysin gegründet. Die aktuellen Gruppen haben eine Grösse von bis zu 70 Mitgliedern, in der Regel werden aber eher kleinere Gruppen gebildet. Die PTA möchte Kindern und Jugendlichen mit einer körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderung durch möglichst verschiedenartige Aktivitäten ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erfahren lassen. Dabei sollen diese nicht immer an alltägliche Grenzen stossen. Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen fällt es meist leichter, sich im Pfadialltag zurecht zu finden. Solche mit geistigen Behinderungen benötigen allerdings oft ein gehobenes Mass an individueller Betreuung. Diesen Ansprüchen wird die PTA durch die kleineren Gruppen und eine grössere Anzahl von Leiterinnen und Leitern gerecht.
Für behinderte Kinder und Jugendliche bietet sich mit der Pfadi ein aussergewöhnliches Betätigungsfeld. Oft sind sie stark an bestehende Strukturen und Einrichtungen gebunden. Im Rahmen der PTA können sie jedoch aus ihrem Alltag ausbrechen und vielfältige Erfahrungen sammeln. In einer neuen Umgebung werden Herausforderungen mit Spass und Spiel gemeistert. Kreativität spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Die Kinder sollen nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umwelt kennen lernen. Dazu zählen nicht nur andere Mitmenschen, mit und ohne Behinderung, sondern auch die Natur und die Region. Die PTA gliedert sich nicht in Altersstufen, da es die intensive Betreuung erlaubt, das Programm jederzeit den individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen anzupassen.Immer wieder finden auch Aktivitäten mit Mitgliedern der Pfadibewegung ohne Behinderung statt. Dieser Kontakt ermöglicht nicht nur eine fliessende Integration, sondern kann für alle Teilnehmenden eine grosse Bereicherung sein. Im toleranten Umgang miteinander verschwinden gegenseitige Berührungsängste, man lässt sich auf das Gegenüber ein und baut auf Gemeinsamkeiten. Die Behinderung des Gegenübers gerät zur Nebensache.















