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Hintergründe von Gesetz und Versprechen

Gesetz

Wir Pfadi Wollen (Pfadigesetz)

Schon in den Anfängen der  Pfadibewegung formulierte deren Gründer Baden-Powell ein Pfadigesetz, welches den Jugendlichen seine Ideale vor Augen führen sollte. Auf Baden-Powells Entwurf aufbauend haben verschiedene Pfadiverbände eigene Formulierungen entwickelt, die sich inhaltlich meist geringfügig unterscheiden und dem Zeitgeist ein wenig angepasst wurden. Ein solches Gesetz ist nicht als strenges Reglement zu verstehen. Vielmehr soll es den Mitgliedern der Pfadibewegung einen Leitfaden geben, an welchem sie sich im Rahmen ihrer Entwicklung orientieren können. Wenn die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sich nicht an ihr Gesetz halten, werden sie deswegen nicht bestraft.

Das Gesetz der Pfadibewegung Schweiz besteht aus folgenden acht Punkten:

Wir Pfadi wollen...

  • ...offen und ehrlich sein
  • ...Freude suchen und weitergeben
  • ...unsere Hilfe anbieten
  • ...uns entscheiden und Verantwortung tragen
  • ...andere verstehen und achten
  • ...miteinander teilen
  • ...Sorge tragen zur Natur und allem Leben
  • ...Schwierigkeiten mit Zuversicht begegnen

 

Versprechen

Auch das Pfadiversprechen ist ein Tradition und steht in engem Zusammenhang mit dem Pfadigesetz. Das Ablegen des Versprechens ist freiwillig, die Pfadis bekräftigen damit die Absicht, die wesentlichen Punkte des Pfadigedankens auch im eigenen Alltag umzusetzen und bestätigen ihre Zugehörigkeit zur Pfadibewegung. Der Wortlaut des Pfadiversprechens hat sich im Laufe der Zeit stetig verändert. So betonen die neueren Texte, dass die Pfadis das Versprechens freiwillig ablegen sollen und selbst dafür verantwortlich sind ihr Versprechen einzuhalten.

In der Pfadibewegung Schweiz wird heute der folgende Text zum Versprechen verwendet:

Ich verspreche, mein möglichstes zu tun, um

  • mich immer von neuem mit dem Pfadigesetz auseinander zusetzen
  • nach Sinn und Ziel meines Lebens zu suchen
  • mich in jeder Gemeinschaft einzusetzen, in der ich lebe

(Im Vertrauen auf Gott und) zusammen mit Euch allen versuche ich, nach diesem Versprechen zu leben.

 

Gesetz und Versprechen der Wölfe

Für die jüngeren Mitglieder der Pfadibewegung gibt es Gesetz und Versprechen in einer altersgerechten Variante. Der Wortlaut des Gesetzes ist weniger abstrakt und orientiert sich näher am Alltag der Kinder. So sollen diese auf ihre Weise am Pfadigedanken teilhaben und die Voraussetzungen eines friedlichen Zusammenlebens kennen.

Das Gesetz der Wölfe lautet folgendermassen:

  • Mir wänd zunenand luege, enand hälfe und vonenand lehre.
  • Mir wänd Sorg hebe zur Natur und zur Umwelt.
  • Mir wänd mit Auge, Nase, Ohre, Muul und Händ Neus entdecke.

Mit dem Ablegen des Versprechens können sich die älteren Kinder ausdrücklich zum Wolfsgesetz bekennen. Sie bekräftigen damit ihren Entschluss, bei den Wölfen mitzumachen. Die vereinbarten Spielregeln wollen akzeptieren und so gut wie möglich  einhalten.

Das Versprechen der Wölfe lautet folgendermassen:

  • Ich wott bi de Wölf mitmache.
  • Ich gib mir Müeh, mis Beschte z'tue und mich an euses Gsetz z'halte.



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