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Die Geschichte des Pfadihemds

Auf der ganzen Welt tragen die Mitglieder der Pfadibewegung ein Pfadihemd, welches sie als Pfadfinder und Pfadfinderinnen kennzeichnet und untereinander verbindet. Ein erster Entwurf des Pfadihemdes entstand, als der spätere Gründer der Pfadibewegung, Robert Baden-Powell, als Offizier der englischen Armee in Afrika stationiert war. Die strapazierfähige Bekleidung sollte das Arbeiten unter verschiedenen klimatischen Bedingungen erlauben. Sie war einfach, zweckmässig und unterschied sich durch ihren Kragen von der Uniform der Armee. Die Idee einer einheitlichen Bekleidung für Pfadfinderinnen und Pfadfinder hatte jedoch nicht nur praktische, sondern auch ideelle Gründe. Das Pfadihemd als solches beseitigte nämlich alle gesellschaftlichen, nationalen und religiösen Trennungen. Ob reich oder arm, alle trugen dieselbe Uniform. Wer das Pfadihemd trug, war ein Mitglied der Pfadibewegung und man fragte nicht, woher er kam. Auch heute noch ist das Pfadihemd ein Symbol der Internationalität und weltweiten Zusammengehörigkeit der Pfadibewegung geblieben, und dient keinen konformistischen Bestrebungen. Die Farbe des Hemdes war schon zu Gründungszeiten khaki.

Die verschiedenen Altersstufen der Pfadibewegung Schweiz unterscheiden sich heute jedoch durch ganz unterschiedliche Hemdfarben: Die Wölfe (8 - 11 Jahre) tragen türkisfarbene Hemden, die Pfadis (12 - 15 Jahre) traditionelle khakifarbene Hemden, die Pios (16 - 18 Jahre) ein rotes und die Rover (ab 18 Jahren) ein grünes Pfadihemd.

Wölfli Uniform Pfadi Uniform Pio Uniform Rover Uniform

 

Zur traditionellen Bekleidung eines Mitgliedes der Pfadibewegung gehört jedoch nicht nur das Pfadihemd, sondern auch ein Foulard, welches um den Hals getragen wird. Die Idee für das Pfadifoulard, oftmals auch Pfadikrawatte genannt, entstammt ebenfalls Baden-Powells Zeit in Afrika. Dieses wurde aber nicht aus ästhetischen Gründen entworfen, sondern hatte einen ganz praktischen Zweck: es sollte den Nacken tagsüber vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Doch auch als Taschentuch oder Verband bei Verletzungen war das Foulard zu gebrauchen. Seine Multifunktionalität machte es schliesslich zu einem Teil der Pfadibekleidung. Heute dienen die verschiedenfarbigen Foulards den einzelnen Pfadigruppen als Erkennungszeichen. So kann jede Gruppe ihr eigene Pfadifoulard gestalten und gerade bei internationalen Anlässen werden die Foulards als Geste der Freundschaft oft untereinander getauscht.  Die ersten Exemplare zu Gründungszeiten waren jedoch allesamt grün. Der Pfadiknoten im Foulard wurde übrigens  erst später erfunden. Er sollte die Pfadfinderinnen und Pfadfinder daran erinnern jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Sobald diese Tat vollbracht worden war, konnte der Knoten gelöst werden.

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