Geschichte der Gilwellkurse
Hier erhält ihr einen kurzen Überblick über die Geschichte der Gilwellkurse.
1. Kurs im Gilwellpark (London)
| Eröffnung: | 26.7.1919 |
| Erster Kurs: | 8.09. - 19.09.1919 |
| Erster Kursleiter: | Francis Gidney |
| Anz. Teilnehmer: | 20 |
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Grundlage und Ausbildungsschema der ersten Kurse
Grundlage und Ausbildungsschema der ersten Kurse basierte auf dem gleichen Muster, wie das Pilotlager des Gründers auf der Insel Brownsea in 1907 und auf verschiedenen Artikeln, die BP für die ,,Headquarter Gazette“ geschrieben hatte. Diese Artikel wurden dann in seinem Büchlein „Pfadfinderführer“ publiziert.
Der ,,Diplom-Kurs“ für den Gilwell-Kurs gliederte sich in drei Teilen. Und das sah folgendermassen aus:
1. Teil Theorie
Ziele
und Methoden der Pfadiausbildung wurden damals ausgebildet, wie sie im "Pfadfinderführer", "Pfadfinder" und "Rules" beschrieben werden. Die Ausbildungsrichtungen waren damals:
Naturkunde für die Seele, Gesundheit und Kenntnisse des Körpers,
nationale Notwendigkeit und Möglichkeiten der Ausbildung. Der
Teilnehmer konnte entweder ein Weekend im Winter zu diesem
theoretischen Teil besuchen, oder er publizierte einen Artikel zu 4
Themen in der ,,Headquarter Gazette“.
2. Teil Praxis
Die praktische Ausbildung wurde in vier Themengruppen geteilt:
- Trupptraditionen im Lager
- Feldarbeit und Pionier
- Wald und Pfadfinderspiele
- Zeichen und Spurenlesen
Teilnahme an 4 Weekends oder 8 Lagertagen im Gilwell-Park.
3. Teil Administration
Während 18 Monaten musste die gesamte Administration eines Trupps (vergleichbar mit einem Stamm, evtl. mit einer Abteilung) geführt werden. Die Arbeit musste mit Resultaten belegt werden.
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Entwicklung der Gilwellkurse
Die
Teilnehmer wurden zu Beginn als ,,Scout-Officers“ bezeichnet.
Grundsätzlich handelt es sich bei den Gilwellkursen bis heute um eine
Erwachsenenbildung. Die Weltkonferenz erkannte den Kurs rasch als einen
der wichtigsten Faktoren, die die ganze Pfadibewegting vereinigen und
bestätigte wiederholt ihren festen Glauben an die Wichtigkeit dieser
Ausbildung.
Zu Beginn wurden nur Kurse für Führer der Pfadistufe angeboten. Ab 1922 entstanden dann auch Kurse für Wolfsführer, Rottmeister, Komissäre und Pfadigruppenführer. Auch in der Schweiz wurden während etwa 30 Jahren stufengetrennte Gilwell-Kurse abgehalten. Die Kursequipenmitglieder hatten alle ein entsprechendes ,,Gilwell-Kursleiter-Diplom“ vom Gilwellpark in England.
In der Schweiz wurde mit der Einführung der J+S-Ausbildung die pfadieigene Ausbildung in den Hintergrund gedrängt. Dies gipfelte darin, dass die Gilwellkurse mit dem Top-Kurs (J+S-Leiter 3, altes System) zusammengelegt wurden, Dadurch ging viel vom Wissen und den Traditionen aus den alten Kursen verloren. Unglücklich war auch der Umstand, dass die Frauen an diesen Top/Gilwell-Kursen wohl die Tisons erhalten haben, ihnen das Foulard aber vorenthalten wurde.
Ab 1992 werden wieder Gilwell-Kurse als reine Pfadikurse durchgeführt.









