Interkulturelle Öffnung
Die Pfadibewegung ist weltweit eine der grössten Kinder- und Jugendorganisation und in über 150 Ländern vertreten. Das gegenseitige Verständnis und der Respekt ist ein unbestrittender Aspekt des Miteinanders und zieht sich als roter Faden durch viele internationale Projekte und Lager. Diese Haltung wird auch innerhalb der Schweiz umgesetzt, die ein Land ist, in dem verschiedene Kulturen vertreten sind. Die Pfadibewegung bemüht sich, ihren Teil zu einer erfolgreichen Integration von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund beizutragen.
Die Pfadi birgt grosse Chancen für die Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass es möglich ist, diese Integration in verschiedenen Formen zu verwirklichen. Innerhalb der PBS existieren Abteilungen, die einen eigenen kulturellen Schwerpunkt haben oder es gibt Partnerschaften zwischen Pfadiabteilungen und Organisationen, die eine spezielle kulturelle Gruppe vertreten. Zusätzlich können bestehende Abteilungen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund aufnehmen. Je nach Form entstehen unterschiedliche Anforderungen an das Zusammenleben und dem Voneinander-Lernen.
Dabei gelten in der Pfadi folgende Grundsätze:
- Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund können in der Pfadi erfahren was es heisst, gemeinsam Herausforderungen anzunehmen und voneinander zu lernen.
- Leiterinnen und Leiter berücksichtigen die unterschiedlichen kulturellen Bedürfnisse. Sie arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam an der gegenseitigen Akzeptanz.
- Das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft verlangt von allen Beteiligten hohes Engagement und Überwindung von angenommenen und tatsächlichen Gegensätzen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass man die fremde und auch die eigene Kultur kennenlernt, damit die Verständigung möglich wird.
Die PBS hat in den letzten Jahren zwei nationale Projekte durchgeführt, die sich mit der Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen beschäftigt haben. Entstanden sind dabei unter anderem verschiedene Hilfsmittel für Einheiten und Verbände, die sich mit der Thematik Integration auseinandersetzen wollen. Integrationsarbeit in der Pfadi hat sehr viele Facetten – von der grundlegenden Offenheit bis zum Grossprojekt ist alles denkbar. Auch ohne grossen Aufwand kann sich eine Abteilung mit Integration auseinandersetzen und die Thematik in den Abteilungsalltag einbringen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem QP über fremde Kulturen, einem Kennenlerntag mit ausländischen Familien oder ein Lager, in das ihr gezielt ausländische Kinder einladet?
Im Internet findet man auf verschiedenen Websites von Partnern und Drittorganisationen wertvolle Tipps und Hintergrundinformationen für die Arbeit an der Interkulturellen Öffnung, so zum Beispiel auf der Plattform Interkulturell der SAJV.
In mehreren Kantonalverbänden gibt es kantonale Integrationsprojekte oder eine Person, welche für den Bereich Integration verantwortlich ist. Informiere dich bei ihnen über die Möglichkeiten zur Integration, sie beraten und unterstützen dich gerne. Auch auf Bundesebene gibt es Integrationsverantwortliche, die dir bei Fragen gerne weiterhelfen. Du erreichst sie unter integration@pbs.ch.
Leitbild
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Leitbild Integration
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17.12.2010
- Das Leitbild zur Interkulturellen Öffnung der Pfadibewegung Schweiz von 2001.







