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Aktuelles aus dem Bereich Programm
04.04.2011 Mach auch mit am „PBS-Umweltpreis“! In diesem Jahr kannst du mit deiner Stufe zum ersten Mal den „PBS-Umweltpreis“ für die beste Aktivität im Bereich „Umweltschutz“ gewinnen.
25.02.2011 Neue Ausbildungsstruktur SLRG / Anpassung J+S-Weisungen Wasser Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft SLRG hat ihre Ausbildungsstrukturen überarbeitet. Dies führt insbesondere auch zu einer Anpassung der Weisungen von J+S im Sicherheitsbereich Wasser.
09.12.2010 Das neue Pfadiprofil ist verfügbar! Die neue Broschüre "Pfadiprofil - Die pädagogischen Grundlagen der Pfadibewegung Schweiz" steht nun digital und als gedruckte Version zur Verfügung.
12.09.2010 Aktion 72 Stunden: Hunderte Projekte erfolgreich umgesetzt! Rund 28'000 Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen 72 Stunden freiwillig für die Gesellschaft gearbeitet. Gemeinsam haben sie mehr als 580 gemeinnützige Projekte umgesetzt.
11.05.2010 «Hering» – der neue Lagerleitfaden Rechtzeitig für die Planung der Sommerlager steht der neue Leitfaden zur Administration von Pfadilagern zur Verfügung.
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Pfadiversprechen

Der Versprechenstext

Ich verspreche, mein Möglichstes zu tun, um

mich mit dem Pfadigesetz auseinanderzusetzen

Mich in jeder Gemeinschaft einzusetzen, in der ich leben

nach Sinn und Ziel meines Lebens zu suchen

im Vertrauen auf Gott und Zusammen mit euch allen versuche ich, nach diesem Versprechen zu leben.

oder

Zusammen mit euch allen versuche ich, nach diesem Versprechen zu leben.

...


Ich verspreche

Das Versprechen ist kein Vertrag. "Ich verspreche", heisst: "Ich habe mich entschlossen, dies oder jenes zu tun". Anders als bei einem Vertrag gibt es hier keine rechtlich bindende Form. Auch gibt es weder Kontrolle durch andere Leute noch Verzeigung oder Strafe bei Nichteinhaltung. Ob ein Pfadfinder / eine Pfadfinderin das Versprechen einhält, das heisst, ob er/sie "das Möglichste" tut, nach dem Versprechen zu leben, kann eigentlich nur jede/r von sich selber wissen.

Anderseits besteht aber auch ein Unterschied zwischen einem Versprechen und einem Vorsatz. Bei einem Versprechen sind meist andere Menschen mitbeteiligt. Entweder wird ihnen etwas versprochen, oder sie sind – wie beim Pfadiversprechen – als Zeuginnen und Helfer anwesend. Das gibt dem Versprechen eine grössere Verbindlichkeit, als ein Vorsatz, der im stillen Kämmerlein gefasst wurde. 

 

Mein Möglichstes zu tun

Kein Pfadi muss versprechen, perfekt und fehlerlos zu werden. Das wäre eine Überforderung. Schliesslich hat jeder Mensch nicht nur Fähigkeiten und Möglichkeiten, sondern auch Schwächen und Grenzen. Manche von ihnen lassen sich durch ernsthaftes Bemühen und Arbeit an sich selber überwinden, andere nicht. Auch können nicht alle gleichviel erfüllen. Was den einen leicht fällt, bedeutet für andere grosse Anstrengungen oder ist ihnen vielleicht unmöglich. Das alles wird im Versprechen berücksichtigt. Es wird nicht mehr verlangt, als der/die einzelne, wenn er/sie sich wirklich bemüht, auch tun kann.

 

Mich immer von neuem mit dem Pfadigesetz auseinanderzusetzen

Das Pfadigesetz will Spielregel für das Zusammenleben in der Pfadi sein. Es zeigt, was bei uns gelten soll und wie wir das Leben in unseren Gruppen gestalten wollen. Darüber hinaus enthält es Ziele und Ideale, die auch über den engeren Rahmen der Pfadi hinaus von Bedeutung sind. Wird denken in diesem Zusammenhang an Werte wie Ehrlichkeit, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, usw. Durch die Beschäftigung mit dem Gesetz werden uns diese Ideale vertraut, und die Pfadi denken irgendwann darüber nach, was die Gesetzpunkte für das eigene Leben bedeuten.

 

Mich in jeder Gemeinschaft einzusetzen, in der ich lebe

Wir leben in verschiedenen und wechselnden Gemeinschaften – solchen, in die wir hineingeboren und ohne viel eigenes Zutun hineingesteckt sind, und anderen, die wir selber wählen. So vielfältig wie diese Gemeinschaften sind, so unterschiedlich sieht auch ein Einsatz dafür aus. Es gibt in diesem Bereich keine Rezepte, weil alles von der jeweiligen Situation und den Gegebenheiten abhängt.

Kritisch beurteilen

Gelegentlich denken Pfadi, dieser Versprechenspunkt fordere dazu auf, jegliche Gemeinschaft gutzuheissen und ohne viele Fragen mitzumachen. Zu Recht weisen sie darauf hin, dass Gemeinschaften sich auch in eine schlechte Richtung bewegen können, und dass es in diesem Falle nicht sinnvoll ist, kritiklos mitzulaufen. Das ist sicher zutreffend. Wir meinen auch, dass Einstz für eine Gemeinschaft überhaupt nicht gedankenloses Mitläufertum heissen darf. Einsatz für eine Gemenschaft verlangt eine bewusste Auseinanderseztung damit, mit ihren Zielen, ihrem Wesen, den bestehenden Beziehungen uns. In bestimmten Fällen ist deshalb der beste Einsatz für eine Gemeinschaft, sich gegen gewisse Tendenzen und damit gegen eine anbahnende Entwicklung zu stellen.

 

Nach Sinn und Ziel meines Lebens zu suchen

Wir wollen nicht sinn- und ziellos leben. Wir bemühen uns darum, nach dem Sinn unseres Lebens zu fragen und unsere Ziele zu überprüfen und allenfalls neu festzulegen. Wir versprechen nicht den Lebenssinn zu finden, zu haben, ihn uns selber geben zu können oder ihn nie zu verlieren. Aber wir versprechen, danach zu suchen. Es kann gut sein, dass gelegentlich Zweifel auftauchen und dass uns in dunkleren Stunden plötzlich nicht mehr so klar ist, was Sinn und Ziel unseres Lebens ist. Es ist auch möglich, dass sich im Lauf der Zeit und parallel zu unserer persönlichen Entwicklung auch in diesem Bereich neue Orientierungen ergeben. Das alles ist denkbar, weil Leben Bewegung und Veränderung ist. Wir wollen deshalb keine dieser Möglichkeiten ausschliessen, versprechen aber, nicht locker zu lassen, unterwegs zu bleiben, unser Leben bewusst zu gestalten und nicht zu vergessen, dass wir Sinn und Ziel suchen und finden wollen.

 

Im Vertrauen auf Gott

Es gibt Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen diesen Teil des Versprechens lieber weglassen möchten. Andere sind froh darum, mit Gottes Hilfe rechnen zu können und sie wollen dies auch ausdrücken. Gott ist nicht ein „Lückenbüsser“, der uns Aufaben abnimmt, die wir sehr wohl selber erledigen können bzw. müssen. Gottes Hilfe macht unsern Einsatz nicht überflüssig. Aber das Vertrauen auf Gott und darauf, dass er zu uns steht, auch wenn es schwierig wird, kann Kraft und Mut geben.

Es ist dem/der Einzelnen überlassen, ob er/sie Gott um Hilfe zur Einhaltung des Versprechens bitten möchte. Jeder und jede soll sorgfältig prüfen und für sich entscheidet, wie er/sie das handhaben will. Wichtig dabei ist, dass dieser Entscheid respektiert wird – wie auch immer er ausfallen mag.

 

Zusammen mit euch allen

Kolleginnen und Kollegen spielen eine wichtige Rolle. Sie sind dabei beim Versprechen – nicht als zufällige Zuhörer und unbeteiligte Statisten, sondern als Mitbetroffene. Sie werden Einbezogen und um Unterstützung gebeten. Das Versprechen wird so zu einer gemeinsamen Sache. Die ganze Pfadigruppe ist dazu aufgerufen, sich gegenseitig zu fördern und zu begleiten, gerade auch dann, wenn es darum geht, das Versprechen in die Tat umzusetzen. So entsteht eine Gruppe, die gemeinsam unterwegs ist, zu einer immer sorgfältigeren und bewussteren Lebensweise. Es entsteht ein Kreis von Menschen, die einander ermutigen und weiterhelfen.

 

Weitere Punkte

Die Werte des Gesetzes sollten nicht von oben kommen, als etwas absolutes. Jeder soll die Möglichkeit erhalten, sich selbst über die Richtigkeit und die Gute dieser Werten zu überzeugen. Gibt es andere Werte die sehr wichtig sind und im Pfadigesetz nicht erhalten sind? Diese können als weitere Gesetzpunkte angefügt werden!

Beim Versprechen ist es möglich, selber noch weitere Punkte anzufügen. Dadurch werden wir eingeladen zu überlegen, ob es noch andere für uns wichtige Aspekte gibt, die wir in unser Versprechen einschliessen möchten. Eigene Punkte bieten die Chance, in der Abteilung eine neue, eigenen Tradition aufleben zu lassen.

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