Gestaltung von Aktivitäten
Praktische Anregungen
Alle Aktivitäten, die wir in der Pfadi durchführen, haben unter anderem auch eine Bedeutung für die Gemeinschaft, manche deutlicher und andere weniger deutlich. Auch der Bau einer Seilbrücke, ein Ballspiel, eine Wanderung, ein Lagerfeuer usw. haben etwas mit Gemeinschaft zu tun und stärken oder belasten sie.
In diesem Zusammenhang stellen sich ein paar Fragen, die es wert sind, bedacht zu werden:
Was bedeutet es für die Gemeinschaft, wenn vorwiegend Spiele gemacht werden, die vom Gegeneinander leben und Konkurrenzverhältnisse schaffen? Gelingt es uns, schliesslich doch die Freude am Spiel ins Zentrum zu rücken und die Frage nach Sieg und Niederlage nicht allzu wichtig werden zu lassen? Gelingt es, Verlierern dabei zu helfen, ihre Niederlage zu verkraften? Gehen die besagten Spiele immer auf Kosten der gleichen Gruppenmitglieder? Gibt es nicht andere Möglichkeiten, z.B. Spiele ohne Sieger, Abwandlungen von gewohnten Spielen und Spielregeln, die spannend sind und Abwechslung bringen können?
Was bedeutet es für die Gemeinschaft, wenn für den Lagerbau einige Rover oder Pfadiväter beigezogen werden, die im Alleingang einen tollen Lagerturm oder andere anspruchsvolle Bauten hinstellen? Gelingt es, die Pfadi so an dieser Arbeit zu beteiligen, dass sie am Schluss den Eindruck haben können, es sei doch ihr Werk, welches da verwirklicht wurde? Und zwar nicht eines, das man staunend und schlüsselfertig in Besitz nimmt, sondern eines, an dem man mitgeplant und mitgearbeitet hat.
Was bedeutet es für die Gemeinschaft, wenn im Lager Leute beigezogen werden, welche sich vom ersten bis zum letzten Tag in der Küche betätigen, so dass die Pfadi nie zum Kochen kommen? Werden da nicht gute Gelegenheiten verpasst, als kleine Gruppe einmal für alle etwas zu tun und ausserdem zu lernen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, genug und gutes Essen zu haben.
Diese drei Beispiele sollen genügen, um zu zeigen was gemeint ist. Natürlich liessen sich noch viele andere anfügen.







