Unsere Gemeinschaft spielend erfahren
Praktische Anregungen
Freude bereiten (am Anfang einer Übung)
Alle stehen im Kreis. Jedes prägt sich ein, wer rechts von ihm steht. Während der Übung soll es versuchen, jenem Bienli, Wolf oder Pfadi irgend eine kleine Freude zu bereiten, etwas Nettes zu sagen, zu helfen
Eine Freude machen
Jedes nimmt sich etwas vor, womit es in der nächsten Woche einer bestimmten Person, nicht unbedingt einem andern Pfadi, eine Freude machen möchte. An der nächsten Übung nachfragen: Ist gelungen, was ihr euch vorgenommen habt?
Unbemerkte kleine Aufmerksamkeiten
Jedes schreibt seinen Namen auf einen Zettel. Dann werden die Zettel gefaltet, eingesammelt und gut gemischt. Nun darf jedes wieder einen Zettel ziehen. Der Person, deren Namen es gezogen hat, versucht es in der folgenden Zeit ab und zu eine Freude zu bereiten, möglichst so, dass der/ die Betreffende nicht merkt, von wem die kleinen Aufmerksamkeiten stammen. Das Spiel wird während eines ganzen Quartals oder Lagers gespielt.
Käferfangis
Es wird Fangis gespielt. Wer gefangen wird, muss sich auf den Boden legen und wie ein auf den Rücken gefallener Käfer mit allen Vieren zappeln. Dem Käfer kann dadurch geholfen werden, dass ihn ein/e noch nicht gefangene/r Mitspieler/in auf den Bauch dreht.
Das grosse Gedächtnis
Kimspiel mit Gruppen. Die Gruppe kann mehr Gegenstände im Gedächnis behalten als ein einzelnes.
Menschenknoten
Drei Mitspieler/innen warten draussen, während die übrigen sich zuerst im Kreis aufstellen, bei den Händen fassen und dann einen Menschenknoten bilden: über Arme steigen, untendurch kriechen, sich umdrehen ... nur nicht loslassen. Die wieder hereingerufenen Mitspieler/innen haben nun die Aufgabe, den Knoten zu entwirren.
Wir gehören zusammen
Je zwei Teilnehmer/innen werden mit einem Stoffstreifen oder Halstuch aneinander gebunden und müssen nun zusammen eine Mahlzeit einnehmen oder einen Postenlauf absolvieren, z.B. zu Themen von Gesetz und Versprechen.
Formen und malen
Dreiergruppen bilden. Ruhige, besinnliche Musik ab Tonband hören. Ohne miteinander zu reden, soll jetzt jede Gruppe gemeinsam etwas aus Ton formen oder auf Papier mit Fingerfarben ein Bild malen. Wenn gewünscht, anschliessendes Gespräch über die gemachten Erfahrungen.
Bildhauer/in
Dreiergruppen bilden. Ein/e Mitspieler/in pro Gruppe ist das Modell. Er/sie stellt oder setzt sich irgendwie kunstvoll hin. Achtung: Man muss in dieser Stellung längere Zeit verharren können. Der/die Künstler/in (2. Spieler) hat nun die Aufgabe, aus dem Tonklumpen (3. Spieler) das Modell möglichst genau nachzubilden.
Mühlespiel mit lebendigen Steinen
Stellt 9 Hocker in einem Quadrat auf (3 Hocker pro Reihe). Bildet zwei Gruppen mit je drei Mitgliedern. Setzt euch nacheinander auf die Hokker. Zuerst 1. Spieler der 1. Gruppe, dann 1. Spieler der 2. Gruppe, 2. Spieler der 1. Gruppe, 2. Spieler der 2. Gruppe usw. Dann können in der gleichen Reihenfolge Plätze gewechselt werden, bis es einer Gruppe gelingt, senkrecht, waagrecht oder diagonal eine Reihe zu bilden. Schweigend spielen.
Die Teamfalle
Das Spiel kann mit lebenden oder andern Figuren gespielt werden. Zeichnet das Spielfeld gross auf Packpapier oder mit Kreide auf den Boden. Erweiternde oder einengende Spielvorschriften sind euch freigestellt, lasst eurer Phantasie freien Lauf.
Jede Partei hat die Aufgabe, mit ihren Figuren
in die gegenüberliegenden Felder zu gelangen.
Die Figuren dürfen sich nur vorwärts bewegen.
Kein Feld soll doppelt besetzt und keine Figur soll
aus dem Spielfeld genommen werden. Jede Partei
hat reihum mit einer Figur einen Zug. Wird eine
Partei so blockiert, dass sie mit keiner Figur mehr
ziehen kann, erhalten die blockierenden Figuren
der anderen Parteien für jede Blockade einen Minuspunkt.
Das Spiel ist beendet, wenn eine Partei
alle ihre Figuren in die gegenüberliegenden Positionen
gebracht hat. Jeder nun folgende Zug, den
die anderen Parteien bis zu ihrer Endposition benötigen,
wird als weiterer Minuspunkt gewertet. Am
geschicktesten hat jene Partei gespielt, die die geringsten
Minuspunkte hat. Sinn des Spieles ist, die
anderen Parteien durch sorgfältiges Spielen nicht
zu blockieren, mit ihnen zusammenzuarbeiten, dabei
aber das eigene Ziel nicht aus den Augen zu
verlieren.
Überlegt am Schluss des Spieles, durch welches Verhalten sich die Sieger auszeichnen und was das für euch selber bedeutet.
Quadratspiel
Fünf Mitspielende A-E erhalten je einige Puzzleteile, mit denen jede/r ein ganzes Quadrat zusammensetzen soll. Die Verteilung muss sicherstellen, dass kein/e Spieler/in mit den erhaltenen Stücklein ein Quadrat zusammenbauen kann. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, aus den Teilen Quadrate zusammenzusetzen. Die Spieler sind gezwungen, ihre Stücklein zu tauschen. Bedingung: Es darf nicht gesprochen werden, und man darf den anderen nicht einfach Teile wegnehmen.
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Sind die Spieler bereit, ihre Teile herzugeben? Wie verhält sich ein Spieler, der ein Quadrat fertiggestellt hat, falls die Mitspieler seine Teile benötigen, um ihre Quadrate zu ergänzen? Sind die Spieler bereit, sich gegenseitig zu helfen (Teamwork)?
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Bin ich ein guter Kamerad, eine gute Kameradin?
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Nach 15 Minuten unterhalten sich die Gruppenmitglieder über das eben Erlebte. Welche Erfahrungen sind gemacht worden? Was war angenehm, was war unangenehm? Während den letzten 15 Minuten erlebten wir immer wieder Situationen, die uns nicht passten, die uns veränderungsbedürftig erschienen.
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Was könnten das für Situationen sein? Wie stellen wir uns als Pfadi dazu?
Singspiele und Volkstänze
Auch Singspiele und Volkstänze sind eine gute Möglichkeit, um Gemeinschaft erfahrbar zu machen. Eine CD mit Volkstänzen ist bei Scout & Sport erhältlich.
Gruppensturm
Möglichst viele Pfadi sitzen im Kreis. Völlige Dunkelheit. Eines beginnt auf die Knie zu klatschen. Sobald sein Nachbar rechts hört, dass sein Nachbar links klatscht, beginnt er/sie auch. Wenn das erste merkt, dass sein Klatschen abgenommen ist, hört es auf. Und so geht es im Kreis herum. Vielleicht langsam, manchmal stürmisch schnell.
Zerreissprobe
Die Gruppe bildet stehend einen Kreis. Jedes hängt dem andern mit den Ellenbogen ein. Jedes denkt sich im Umkreis von ca. 50 m einen Platz aus, an dem es jetzt am liebsten sein möchte. Auf Los soll jedes versuchen an den Ort zu kommen, den es sich zuvor ausgedacht hat. Aber niemand darf loslassen. Hält die Gruppe zusammen oder reisst sie auseinander? Die Gruppe fällt auseinander, wenn jedes nur seinen eigenen Weg geht.
Zusammenspannen
Zwei Pfadi werden mit je einem Bein zusammengebunden. In der Startposition blicken sie in entgegengesetzter Richtung. Zwanzig Meter vor jedem steht je ein Pfahl, an dem eine Süssigkeit hängt. Die Pfadi erhalten den Auftrag, sich die Süssigkeit zu holen. Entsteht ein Kampf zwischen den Spielern, obwohl die Aufgabe nicht wettbewerbsmässig formuliert wurde, oder marschieren sie gemeinsam zuerst in die eine, dann in die andere Richtung?
Störrische Esel
Jeder Gruppe wird ein Esel zugeteilt. Allen Eseln wird vorher gesagt, dass sie nur auf gute Worte und Streicheln und ähnliches positiv reagieren sollen. Wenn sie geschlagen werden, sollen sie sich dagegen nicht vom Fleck bewegen. Die Gruppen erhalten Zeitungspapierrollen und die Aufgabe, den Esel möglichst schnell bis zu einer Ziellinie zu bringen. Tragen ist nicht erlaubt. Welche Gruppe gewinnt?
Aussenseiter
Eine Gruppe von ca. 15 Personen bildet einen Kreis. Die Kreisnachbarn legen sich gegenseitig die Arme auf die Schultern. Ein Pfadi steht ausserhalb des Kreises und versucht mit aller List, in den Kreis hinein zu gelangen. Der Kreis jedoch ist bestrebt, dem Aussenseiter den Zutritt zu verwehren. Wer gewinnt? Welche Abwehrreaktionen stellen sich ein? Gefühle? Wie ergeht es wohl Aussenseitern, die wir aus unserer Gruppe ausschliessen?
Aura (griech.: Luft, Hauch)
1. Teil: Stellt euch einander gegenüber. Fasst euch um die Handgelenke. Versucht nun, euer Gegenüber aus dem Gleichgewicht zu bringen, so dass es einen Schritt nach hinten oder zur Seite tun muss. In diesem Teil habt ihr gegeneinander gekämpft.
2. Teil: Jetzt macht ihr etwas zusammen. Stellt euch einander gegenüber, legt die Handflächen aneinander und schliesst die Augen. Spürt ihr die Energie, die dabei entsteht? Lasst jetzt die Hände sinken, dreht euch, immer noch mit geschlossenen Augen, dreimal im Kreis und versucht von neuem, das Energiefeld und eure Handflächen wieder zu finden.
Vertrauen
Bildet einen Kreis: Schulter an Schulter stehen. Eine/r steht in der Mitte. Er/Sie bleibt immer im Kreismittelpunkt stehen und lässt sich, steif und die Füsse immer am Boden, mit dem Körper auf eine Seite fallen. Die Gruppe fängt ihn/sie auf und reicht ihn/sie weiter.







