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Integrationsprojekt für ausländische Kinder und Jugendliche

In einer Erhebung zur Mitgliederstruktur 1998 bestätigte sich, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen von ausländischen Eltern in der Pfadibewegung im Vergleich zum schweizerischen Mittel klein ist (3-10% je nach Altersstufe). Die Verbandsleitung entschloss sich daher, ein Projekt zur besseren Integration der ausländischen Kinder und Jugendlichen in die Pfadibewegung zu lancieren.

Das Projekt soll:

  • Nicht nur dafür sorgen, dass die Pfadibewegung Schweiz in Zukunft allen Kindern und Jugendlichen offensteht, sondern auch aktiv auf die bis jetzt untervertretenen kulturellen Gruppen zugehen und diese ermuntern, in neuen oder bestehenden Gruppen die Pfadiideale kennenzulernen und zu leben.
  • Die Pfadibewegung Schweiz will ihre Mitglieder auf die Thematik der Integration und des Zusammenlebens mit vielen Kulturen sensibilisieren, gelebte Toleranz fördern und Rassismus abbauen. Sie beachtet dabei, dass gerade bei diesem Thema nebst den Kindern, Jugendlichen, Leiterinnen und Leitern aller Stufen auch die Eltern/-vereinigungen einbezogen werden sollten.
  • Die Pfadibewegung Schweiz strebt bei der Mitgliederstruktur eine dem schweizerischen Durchschnitt entsprechende Verteilung an.

 
Das Projekt steht auf vier Säulen:

  1. Sensibilisierung: Durch eine T-Shirt- und Postkartenkampagne, Seminare und verschiedene Beiträge zum Thema Integration in der Verbandzeitschrift, werden die Mitglieder der Pfadibewegung Schweiz auf dieses Thema aufmerksam gemacht und Vorurteile abgebaut.
  2. Integrationsmodelle: Mit Hilfe von Fachleuten werden verschiedene Modelle evaluiert. Als Referenzprojekte dienen die laufenden Pilotprojekte in den Kantonalverbänden sowie Projekte aus anderen Ländern, die auf ihre Vor- und Nachteile geprüft werden.
  3. Ausbildung: In Zusammenarbeit mit der Ausbildungskommission der Pfadibewegung Schweiz werden geeignete Module entwickelt, die in die Ausbildung integriert werden sollen. Ziel ist es, die Leiterinnen zu sensibilisieren und ihnen geeignete Hilfsmittel und Hintergrund-wissen für die Umsetzung des Integrationsprojektes zu vermitteln.
  4. Hilfsmittel: In einem weiteren Schritt werden von der Projektequipe Hilfsmittel für die Gestaltung der Pfadiaktivitäten entwickelt, mit dem Ziel, die Integration von ausländischen Kindern zu fördern.

 

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