100%Pfadifilm
Die Pfadibewegung Schweiz feierte im Jahr 2007 ihr 100-jähriges Bestehen. Unzählige Kinder und Jugendliche haben in dieser Zeit verschiedenste Abenteuer erlebt. Jetzt ist es soweit: Einige dieser Pfadigeschichten erwachen auf der Kinoleinwand zum Leben.
Die Geschichte beginnt im Schulzimmer einer Primarschule am Montagmorgen nach den Sommerferien. Während die Lehrerin voller Elan von den anstehenden Prüfungen erzählt, versinkt unser verträumter Pfadi «Twist» in Erinnerungen an das coole Sommerlager, wo er mit seiner Wölfligruppe dem Priaten bei der Schatzsuche geholfen hat.
Derweil besucht seine Schwester «Joya» aus der gleichen Schule gerade die Sportstunde und beendet den Schul-OL soverän als Erste. Vom ungläubigen Turnlehrer gefragt, woher sie so gut Karten lesen könne, beginnt sie von ihren Erlebnissen im Lager zu erzählen, wo sie als tapfere Gallierin im grossen Wettkampf um den Preis des Orakels «Lutetia» gegen die Römer im Bubenlager antrat.
Auf dem Pausenplatz lernen wir schliesslich «Flash» kennen, «Twists» etwas älteren Freund aus dem gleichen Quartier den er so bewundert. Als einziger lässt dieser sich nicht von den Erzählungen des obercoolen Sechstklässlers Lenny über den Film «Mission Impossible» vereinnahmen und erinnert sich stattdessen an seine erlebte Mission im Sommerlager zurück.
Unsere drei Schlüsselfiguren «Twist», «Joya» und «Flash» führen den Zuschauer mit liebevollen und action-geladenen Rückblenden durch die wildesten Pfadierlebnisse. Dabei gibt die Schulgeschichte der Handlung den Rahmen. Die Zuschauer erleben hautnah das Pfadileben, den Gruppenzusammenhalt und das Spiel in der Natur erlebt werden. 100% Pfadi.
Making-Of
- 380 Meter Filmband
- 190 Stunden am Telefon
- Circa 5 Stunden Schlaf pro Nacht und Helfer
- 3 komplette Schminksets
- 140 Meter Tuch
- 8 Profis
- 10 topmotivierte Pfadis hinter der Kamera
- Dutzende begeisterte Pfadis vor der Kamera
Laut dem Regisseur / Produzent Philipe Weibel war das ganze Drehset ein recht bunter Haufen. 50% der Leute waren professionelle Filmschaffende und 50% setzen sich aus freiwilligen Helfern zusammen, hinzu kamen dutzende motivierte Pfadis als Schauspieler. Ein ungewöhnliches Bild, doch wir haben uns gut arrangiert.
Insgesamt
hatten wir 10 Drehorte, die hauptsächlich in Solothurn und im
Graubünden angesiedelt waren. Davon waren ausgenommen von den Szenen in der Schule 100%
Aussendrehs. Das war bei diesem Aprilwetter-Sommer ein echtes Problem!
Da unserem Budget gewisse Grenzen gesetzt waren, hatten wir nur sehr
wenig Wetteroptionen drin. Wir waren eigentlich auf Sonnenschein
angewiesen.
Doch
das Wetter verwöhnte uns nicht. Viel Regen und
Nebel behinderten immer und immer wieder die Dreharbeiten. Die Pläne
mussten wegen Wetterproblemen umgeschmissen, Bewilligungen und Hotels
umgebucht werden. Speziell die teils
ungeplanten Verschiebungen mit unserem Fahrzeugpark von immerhin 10
grösseren und kleineren Autos, war eine echte Herausforderung. Ein endloses
Unterfangen, das aber dank einer engagierten Crew, unzähligen
Schachteln Dankespralines und sehr toleranten Eltern und Anwohnern
gelang. Echte Pfadis lassen sich eben durch solche Kleinigkeiten nicht
abhalten. Es ging vorwärts!
| Koordination: | Aline Germann / Tinka |
| Pascal Scheidegger / Cauto | |
| Regie/Produzent: | Phillipe Weibel (Phillipe Weibel GmbH, Zürich) |
| Aufnahmeleitung: | Michael Keller / Splash |



















