Prävention
Sexuelle Ausbeutung
Sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ist eine Form von Gewalt, die bei jeder und jedem von uns Gefühle der Angst und des Zögerns auslöst. Durch diese Blockierung sind wir nicht immer in der Lage, das Problem zu erkennen und zu lösen. Häufig sind wir darum nicht fähig, den Betroffenen zu helfen.
Die Mehrzahl der Fälle von sexueller Ausbeutung spielt sich im Rahmen von Vertrauensbeziehungen ab. Die meisten Opfer kennen den/die Täter/in persönlich, und sie schätzen und achten ihn als Elternteil oder – in der Pfadibewegung – als Leiter/in. Die sexuelle Ausbeutung konfrontiert die Opfer mit einer Form von Sexualität, die sie noch nicht kennen und für die sie noch nicht bereit sind. In Fällen von versteckter sexueller Ausbeutung fühlen sie intuitiv, dass etwas nicht normal ist, ohne genau sagen zu können, worum es sich handelt.
Die Beziehung zwischen Täter/in und Opfer erfährt einen Bruch: Das Vertrauen ist missbraucht, obwohl man sich eigentlich nahe steht. Das Opfer fühlt sich tief innen verletzt, und das durch eine Person, zu der ein Vertrauensverhältnis bestand.
Die Pfadibewegung Schweiz hat als Jugendorganisation eine besondere Verantwortung Kindern und Jugendlichen. So stehen allen Leiterinnen und Leitern Richtlinien und Unterlagen zur Verfügung, die als Orientierung dienen, wie mit dem Thema der sexuellen Ausbeutung umgegangen werden soll.
Die Pfadibewegung Schweiz will ihre Leiter und Leiterinnen für Fragen der Prävention und der Massnahmen bei Verdacht auf sexuelle Ausbeutung sensibilisieren. Ziel ist es, dieser vorzubeugen und Möglichkeiten der Intervention aufzuzeigen. Dies hat zur Folge, dass das Thema „sexuelle Prävention“ auch in Ausbildungskursen aufgegriffen wird. Zusätzlich tragen sowohl die Abteilungen als auch die Kantonalverbände die Verantwortung, ihre Leiterinnen und Leiter zu informieren und Ihnen Hilfsmittel für die Prävention und Intervention anzubieten.
Die Pfadibewegung Schweiz als Dachverband prüft jährlich die Krisenszenarios der Kantonalverbände und ihre Umsetzung in dieser Thematik, kontrolliert periodisch die Funktion der eigenen Krisenorganisation und schafft in Zusammenarbeit mit externen Fachstellen Weiterbildungsangebote. Zudem bietet sie den Kantonalverbänden eine Liste von Fachstellen und Fachleuten auf dem Gebiet der sexuellen Ausbeutung und hält die Kontakte mit den externen Fachstellen aufrecht.
Es ist uns ein Anliegen, dass Leiterinnen und Leiter fähig sind, in Verdachtsfällen angemessen reagieren können und Ihnen stets eine Ansprechsperson zur Verfügung steht.
Suchtmittel
Es ist der Pfadibewegung Schweiz ein Anliegen, dass sich Leiterinnen und Leiter mit dem Thema der Sucht auseinandersetzen. Unsere Gesellschaft kennt viele Süchte, einige sind eher harmlos, andere hingegen stellen uns vor grössere Probleme und können grossen Schaden anrichten.
Leiterinnen und Leiter haben nicht nur eine Vorbildfunktion inne, sondern in erster Linie auch eine Aufsichtspflicht den Kindern gegenüber. So legen wir Wert darauf, dass unsere Leiter und Leiterinnen nicht nur die gesetzlichen Grundlagen und die Vorgaben von J+S genau kennen, sondern möchten sie allgemein zu dieser Thematik sensibilisieren. Dies geschieht nicht nur in den Ausbildungskursen, sondern auch die Kantonalverbände und Abteilungen halten die Problematik stets aktuell. So haben einige Abteilungen auch an nationalen Projekten teilgenommen, wie zum Beispiel am Wettbewerb Sport rauchfrei von Swiss Olympic im Rahmen des Progranms „cool and clean“ zusammen mit den Bundesamt für Sport (BASPO) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG).













